09.12.16 Mundhygiene

Die richtige Ernährung für gesunde Zähne

„Gesunde Zähne sind essenziell für unser körperliches Wohlbefinden“. Diese Aussage würde wohl jeder sofort unterschreiben, der schon einmal von Zahnschmerzen oder Karies geplagt war. Neben einer gründlichen Mundhygiene unter Einsatz von Zahnbürste, Zahnpasta, Zahnseide und Co. spielt auch unsere Ernährung eine wichtige Rolle für unsere Zahngesundheit.

Der Aufbau eines Zahns

Um zu verstehen, wie und warum verschiedene Lebensmittel unsere Zahngesundheit beeinflussen, hilft es, den groben Aufbau eines Zahns zu betrachten: Ganz außen und für uns sichtbar befindet sich der Zahnschmelz (Enamelum). Darunter liegt das Zahnbein (Dentin), unter dem das Zahnmark (Pulpa) folgt. Im menschlichen Körper ist der Zahnschmelz die härteste Substanz. Für wasserlösliche Stoffe ist der Zahnschmelz minimal durchlässig, zum Beispiel für Kalzium, Phosphat und Fluoride. Diese Stoffe sind selbst Bestandteile des Enamelums und tragen dazu bei, den Zahnschmelz und somit den Zahn zu härten. Im Gegensatz dazu schaden Säuren dem Zahnschmelz, da sie Kalzium und Phosphat herauslösen und den Zahn aufweichen können. Auch können Karies-Bakterien über den porösen Zahnschmelz eindringen und den Zahn von innen heraus angreifen.

Säure- und zuckerhaltige Lebensmittel meiden

Um den Zahnschmelz nicht zu schädigen, sollte man besonders säure- und zuckerhaltige Lebensmittel meiden. Hierzu zählen vor allem Früchte, Fruchtsäfte, Wein, kohlensäurehaltige Getränke und Süßigkeiten. Gerade Zucker versteckt sich auch häufig in Lebensmitteln wie Fruchtjoghurts oder Fertigprodukten. Dieser Zucker wird durch Bakterien im Mund in Säure umgewandelt und greift so den Zahnschmelz an. Zwar steckt in fast allen Lebensmitteln Zucker, jedoch wird Zucker aus Vollkorn viel langsamer in Säuren umgewandelt und die Zähne weniger schnell angegriffen.

Nach dem Verzehr säurehaltiger Lebensmittel mit dem Putzen warten

Wichtig ist, dass Sie Ihre Zähne nach dem Verzehr säurehaltiger Lebensmittel nie direkt putzen. Sie würden Ihrem bereits angegriffenen Zahnschmelz nur noch mehr Schaden zufügen. Besser ist, sie warten eine halbe bis ganze Stunde, damit Ihr Speichel die Säure neutralisieren kann. In der Zwischenzeit können Sie Ihren Mund mit etwas Wasser oder Mundwasser ausspülen. 

Gönnen Sie Ihren Zähnen eine Pause!

Wer kennt es nicht? Man sitzt am Schreibtisch, knabbert ein paar Kekse, trinkt einen Schluck Kaffee oder lutscht ein Bonbon. Wussten Sie, dass dieses Verhalten Gift für Ihre Zähne sein kann? Sind die Zähne ständig Zucker und Säuren ausgesetzt, haben sie keine Möglichkeit, ihren natürlichen Schutzfilm wieder aufzubauen. Bei der sogenannten Remineralisierung werden kleinste Schäden im Zahnschmelz durch Bestandteile im Speichel repariert. Um diesen Prozess nicht zu stören, sollten Sie Ihre Mahlzeiten und Getränke am Stück verzehren und dazwischen längere Pausen einlegen.

Kauen hält Ihren Kiefer und Ihre Zähne bei Laune

Um Muskelschwund am Kiefer vorzubeugen und den Speichelfluss anzuregen, sollten feste bis harte Lebensmittel täglich auf dem Plan stehen. Ideal sind zum Beispiel Vollkornprodukte oder Rohkost. So beugen Sie dem Rückgang des Kieferknochens durch das Kauen fester Lebensmittel vor. Das Kauen von zuckerfreiem Kaugummi ist besonders vorteilhaft, da vermehrt Speichel produziert wird, welcher wiederum essenziell für die Remineralisierung ist. Auch Ihr Zahnfleisch profitiert von vermehrtem Speichelfluss, dieser beugt nämlich auch der Entstehung von Plaque vor und schützt somit vor Paradontitis. 

Zahnschmelz härten

Um Ihren Zahnschmelz zu härten, können Sie auf fluoridhaltige Lebensmittel, wie Meeresfisch oder fluoridiertes Speisesalz zurückgreifen. Auch schwarzer und grüner Tee wirkt sich positiv auf den Zahnschmelz aus. Der Verzehr dieser Lebensmittel reicht jedoch oft nicht aus, um den Fluoridbedarf vollständig zu decken. Putzen Sie deshalb Ihre Zähne mit fluoridhaltiger Zahnpasta. Im Rahmen einer Kariesprophylaxe kann Ihr Zahnarzt auch eine Zahnversiegelung vornehmen, indem er einen speziellen Lack auf Ihre Zähne aufträgt, der den Zahnschmelz schützt und stärkt.




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Dr. med. dent. Frank Zastrow, Wiesloch
21.02.2017, 15:11
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