06.02.12 moderne Kariesbehandlung

Interview Dr. Schweickert: Kariesbehandlung mit KCP-Verfahren

Die meisten Menschen werden sich schon einmal einer Kariesbehandlung beim Zahnarzt unterzogen haben, denn es haben nur etwa 1% der Erwachsenen gesunde Zähne. Dabei muss nicht zwangsläufig ein Winkelstück oder eine Turbine (die gängigsten Instrumente für den Bohrer bei einer Kariesbehandlung) zum Einsatz kommen. Dr. Sonia Schweickert arbeitet beispielsweise mit dem KCP-Verfahren.

Wie funktioniert dieses Verfahren?
Hierbei wird ein Pulver über eine Düse mit hohem Druck auf den Zahn gesprüht. Damit wird der Zahnschmelz dann aufgespritzt, anstatt ihn wie mit herkömmlichen Verfahren aufzubohren. Bei oberflächlicher Karies ist dieses Verfahren schmerzfrei. Ist die Karies schon bis tief in den Zahn eingedrungen, wird der Patient örtlich betäubt. Das KCP-Verfahren kann also nicht nur bei oberflächlicher Karies eingesetzt werden, sondern auch bei Zähnen, die sehr stark kariös sind.

Ist das Geräusch, dass bei der Behandlung entsteht, für den Patienten angenehmer?
Das Geräusch ist für den Patienten deutlich angenehmer. Es entsteht nur ein kleines Rauschen, wenn das Pulver auf den Zahn trifft. Darüber hinaus ist für viele Patienten neben dem Geräusch auch die Rotation und der Druck des Bohrers, sobald er mit dem Zahn in Kontakt kommt, überaus unangenehm. Das KCP-Verfahren ist auch hier deutlich angenehmer für den Patienten. Der Druck ist geringer und eine Rotation kommt nicht zustande.

Kann das KCP-Verfahren immer als Alternative zum Bohrer eingesetzt werden?
In den meisten Fällen kann der Zahnarzt mit dem Pulverstrahl arbeiten. Wenn der Patient beispielsweise Füllungen benötigt, ist es nicht ausschlaggebend, ob ein großer Teil des Zahns mit einer Füllung versehen werden soll oder nur eine kleine Stelle. Benötigt der Patient hingegen eine künstliche Krone auf dem Zahn, muss der Zahn nach dem herkömmlichen Verfahren präpariert werden.

Besteht ein größeres gesundheitliches Risiko, wenn die Kariesbehandlung nach diesem Verfahren vorgenommen wird?
Nein, durchaus nicht. Das Pulver, das auf den Zahn gesprüht wird, saugt der Zahnarzt sofort mit einem speziellen Sauger aus dem Mund des Patienten wieder ab. Somit besteht keine Gefahr, dass der Patient das Pulver schluckt. Sollte er dennoch geringe Spuren des Pulvers schlucken, besteht keine Gesundheitsgefährdung. Das Pulver wird vom Körper nicht aufgenommen, sondern einfach wieder ausgeschieden. Das Pulver besteht aus mikroskopisch kleinen Mineralpartikeln. Man kann sich das Verfahren wie einen kleinen Sandstrahler vorstellen.

Wird das KCP-Verfahren von den Krankenkassen bezahlt?
Nein. Die Kosten für dieses Verfahren muss der Patient selbst tragen.




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21.02.2017, 15:11
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