16.12.11 Wurzelbehandlung

Mikroskopische Wurzelbehandlung

Eine Wurzelbehandlung wird durchgeführt, wenn der Nerv eines Zahns abgestorben ist. Ein toter Zahn kann sich entzünden und vereitern. Mit einer Wurzelbehandlung wird versucht, die Entzündung zu beseitigen und den Zahn weiterhin zu erhalten.

Ist eine Wurzelbehandlung erfolgreich, ist es möglich, dass der Zahn noch über mehrere Jahre erhalten bleibt.

Bei einer Wurzelbehandlung sollen alle Bakterien beseitigt werden, die zu einer Entzündung des Zahns führen können. Hierfür ist es notwendig, dass alle vorhandenen Wurzelkanäle gefunden und gesäubert werden.

Was ist das besondere an der mikroskopischen Wurzelbehandlung?
Bei einer normalen Wurzelbehandlung können nur die Wurzelkanäle gesäubert werden, die mit dem bloßen Auge sichtbar sind. Es bleiben noch viele Bakterien übrig, die sich in kleineren Wurzelkanälen und Verästelungen befinden. Dies ist einer der Hauptgründe, warum Wurzelbehandlungen fehlgeschlagen können. Mit Hilfe der mikroskopischen Wurzelbehandlung ist es möglich, diese Wurzelkanäle zu erkennen und zu behandeln. Die Erfolgsrate bei einer mikroskopischen Wurzelbehandlung ist ausgesprochen hoch.

Wie wird eine mikroskopische Wurzelbehandlung durchgeführt?
Im ersten Schritt wird der Zahn betäubt, so dass der Patient keine Schmerzen bei der Behandlung spürt. Danach wird der Zahn mit einem Latexgummi (Kofferdam) isoliert, so dass keine neuen Bakterien von außen eindringen können und die Desinfektionslösungen, die der Zahnarzt während der Behandlung verwendet, nicht verschluckt werden.

Als nächstes wird der Zahn geöffnet. Bei diesem Schritt kann es sein, dass die Krone vor der Behandlung entfernt werden muss. In einigen Fällen kann aber auch durch die Krone hindurch gebohrt werden, um diese als Ganzes zu erhalten.

Welche Behandlung bei Ihnen in Frage kommt, erklärt Ihnen Ihr Facharzt gerne in einem persönlichen Gespräch. Ist der Zahn geöffnet, kann der Zahnarzt mit Lupenbrille und Mikroskop die Eingänge zu den Wurzelkanälen finden. Da diese unterschiedlich groß bzw. klein sind, kann es sehr zeitaufwendig sein, die Kanäle zu finden. Röntgenbilder geben Aufschluss über die Anzahl und Lage der Kanäle.

Im nächsten Schritt werden die Wurzelkanäle erweitert und desinfiziert. Es befinden sich weitere Bakterien in den Wänden der Wurzelkanäle, daher ist es wichtig, dass auch diese desinfiziert werden. Mit Hilfe eines Ultraschallgerätes werden die Desinfektionsspülungen erhitzt und aktiviert. Um restliche Bakterien, die diese Behandlung überstehen, zu zerstören, gibt es unterschiedliche, abschließende Therapien.

Ozon-Therapie: Hier werden die Wurzelkanäle unter Vakuum mit Ozon-Gas aufgefüllt, das Bakterien, Pilze und Viren bekämpft.
Laser-Therapie: Bei dieser Therapie werden die Wurzelkanäle mit einem Diodenlaser bestrahlt, der die Bakterien, Pilze und Viren zerstört.
Photodynamische Therapie mit Softlaser: In die Wurzelkanäle wird ein Farbstoff indiziert. Dieser wird von den Bakterien aufgenommen. Dann kommt der Softlaser zum Einsatz. Durch die Bestrahlung wird der Farbstoff aktiviert, dabei setzt er Sauerstoff frei. Der Sauerstoff wiederum zerstört die Bakterien in den Wurzelkanälen.
Medikamentöse Einlage: nach der Desinfektion der Wurzelkanäle wird ein antibakterielles Medikament in den Wurzelkanal eingebracht, dieses bewirkt eine langanhaltende Desinfektion und bleibt für ein bis zwei Wochen im Wurzelkanal.

Am wirkungsvollsten ist eine Kombination aller Therapien.

Im Anschluss daran wird der Wurzelkanal mit einem dichten Kunststoffharz versiegelt. Damit wird verhindert, dass sich neue Bakterien in den Wurzelkanälen ansiedeln können. Das Anbringen eines solchen Verschluss kann je nach Länge der Kanäle schwierig sein. Abschließend wird der behandelte Zahn mit einer Kunststoff-Füllung oder einer Krone versorgt.




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Dr Rolf Weickum, Heidelberg
21.02.2017, 15:11
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